Im Rahmen meines dualen Studiums an der Hamburg School of Business Administration (im Folgenden HSBA genannt) hatte ich im dritten Semester die Möglichkeit, ein Auslandssemester zu absolvieren. Berenberg hat mich dabei von Anfang an unterstützt und in meiner Idee zusätzlich bestärkt, während meines Studiums ein Auslandssemester zu machen. Von August bis Dezember verbrachte ich meine Studienzeit an der BI Norwegian Business School (im Folgenden BI genannt) in Oslo, einer Partneruniversität der HSBA. Das Auslandssemester stellte für mich eine ideale Chance dar, neue fachliche und persönliche Perspektiven zu gewinnen, meine englischen Sprachkenntnisse weiterzuentwickeln und eine neue Kultur kennenzulernen.

Warum Oslo?
Ich habe mich bewusst für Oslo entschieden. Die BI bietet ein großes Kursangebot im Bereich Finance, entspricht inhaltlich meinem Schwerpunkt und ermöglicht eine vollständige Anerkennung aller Module, was nicht an jeder Partneruniversität leicht umsetzbar ist. Außerdem hat mich Norwegen als Land sehr gereizt. Vor allem die beeindruckende Natur sowie der Lebensstandard dort überzeugten mich. Oslo war daher mein Erstwunsch und ich freute mich sehr, als mir dort dann ein Studienplatz für das Auslandssemester angeboten wurde.

Organisation und Vorbereitung
Die Vorbereitung erfolgte in enger Abstimmung mit der HSBA und deren International Office. Obwohl viele Unterlagen einzureichen waren, von Kursplanungen über Motivationsschreiben bis hin zu Fristen und Formularen, war der gesamte Prozess gut strukturiert. Die BI unterstützt internationale Studierende stark. Wohnheimplätze sind garantiert und Einrichtungen in Oslo helfen bei der Anmeldung und Organisation vor Ort. Da Norwegen Teil des Erasmus-Programms ist, entfiel zudem viel Bürokratie und ich erhielt finanzielle Unterstützung. Ich fühlte mich auch von Berenberg während der gesamten Vorbereitungsphase des Auslandssemesters sehr gut unterstützt.

Studium an der BI Norwegian Business School
Die BI hat einen sehr modernen Campus mit rund 7.000 Studierenden, davon etwa 800 internationale Studierende pro Semester. Die Vorlesungen fanden vollständig auf Englisch statt und waren deutlich internationaler geprägt als an der HSBA. Die Kursstruktur unterscheidet sich dabei stark: Die Vorlesungen sind mit einer Dauer von einer Stunde und dreißig Minuten kompakter, dafür jedoch intensiver und stark auf Selbststudium ausgerichtet. Alle Kurse waren fachlich fundiert, anspruchsvoll und inhaltlich deutlich vertiefend.

Alltag und Leben in Oslo
Mein Alltag war geprägt von einer ausgewogenen Mischung aus Studium, Sport und internationalem Austausch. Ein typischer Uni Tag begann gegen 10 Uhr mit der ersten Vorlesung. In der Regel hatte ich nicht mehr als zwei Vorlesungen pro Tag, sodass ausreichend Zeit blieb, in der Mensa zu essen oder das ebenfalls auf dem Campus der BI gelegene Fitnessstudio zu nutzen. An vorlesungsfreien Tagen oder abends kochten meine Mitbewohner und ich gemeinsam oder erkundeten die Stadt. Ich lebte im Studentenwohnheim in der Nähe der Universität in einer WG und mit meinen Mitbewohnern kommunizierte ich auf Englisch, wodurch Englisch schnell zu meiner Alltagssprache wurde. Oslo selbst bietet eine besondere Kombination: Stadtleben am Fjord sowie Berge und Seen in direkter Nähe. Außerdem bin ich in Norwegen viel gereist – bis in den Westen des Landes, auf die Lofoten und sogar nach Spitzbergen. Herausfordernd waren sicherlich manchmal die kurzen und dunklen Wintertage, an die ich mich zunächst gewöhnen musste.

Persönlicher Mehrwert
Das Semester hat mich sowohl fachlich als auch persönlich stark weitergebracht. Ich konnte:

·         mein Englisch deutlich verbessern,

·         fachliche akademische Kompetenzen vertiefen,

·         internationale Freundschaften knüpfen,

·         interkulturelle Erfahrungen sammeln,

·         und meine Selbstständigkeit stärken.

Viele Eindrücke wirken über das Semester hinaus. Vor allem die Offenheit, mit der Menschen aus aller Welt aufeinander zugehen, hat mich nachhaltig geprägt. Ich habe viele neue internationale Freundschaften knüpfen können und hoffe, dass diese auch langfristig bestehen bleiben.

Fazit
Für mich war das Auslandssemester in Oslo ein echter Gewinn - akademisch, persönlich und kulturell. Ich kann anderen dualen Studenten nur empfehlen, diese Möglichkeit zu nutzen. Wer bereit ist, sich auf Neues einzulassen, profitiert von so einem Auslandssemester enorm. Ich würde Oslo jederzeit wieder wählen, mit dem Hinweis, die höheren Lebenshaltungskosten einzuplanen.
Die Kombination aus einer exzellenten Universität, internationalem Umfeld, großartiger Natur und der Unterstützung durch Berenberg hat das Semester für mich zu einem besonderen Teil meines Studiums gemacht.

​​​